Von Islamisten gekreuzigt? Schicksal von im Jemen verschlepptem Priester unklar

28.03.2016 00:00

Keine offizielle Mitteilung gibt es bisher über das Schicksal eines im Jemen verschleppten indischen Ordenspriesters. Wiens Erzbischof Christoph Schönborn hatte die Kreuzigung in seiner Predigt in der Osternacht angesprochen.

Der Kardinal bezog sich dabei auf Informationen aus dem Umfeld der Mutter-Teresa-Schwestern in der jemenitischen Hauptstadt Aden.

Der Salesianerpater war Anfang März von bewaffneten Dschihadisten als Geisel genommen worden, die in einem von den Mutter-Teresa-Schwestern betriebenen Seniorenheim in Aden ein Blutbad angerichtet hatten.

REUTERS/Mohamed al-Sayaghi

„Es gibt noch Hoffnung“

Die mit dem Schwestern in engem Kontakt stehende Gebetsgemeinschaft „Corpus Christi Dubai“ hat die Kreuzigung des Priesters auf ihrer arabischen Internetseite gemeldet. Man beruft sich dabei auf Informationen des katholischen Erzbischofs der indischen Stadt Bangalore.

Die Angaben waren am Ostersonntag vorerst nicht weiter zu verifizieren. Auch Nachfragen von Kardinal Schönborn bei Bischöfen im arabischen Raum haben bisher keine Bestätigung der Todesnachricht gebracht. „Es gibt noch Hoffnung“, sagte Kardinal Schönborn am Sonntagnachmittag auf Anfrage der katholischen Presseagentur Kathpress.

Unklarheit seit Beginn der Entführung

Über das Schicksal des Salesianerpaters herrscht seit seiner Entführung Unklarheit. Die indische Regierung gab an, sie bemühe sich um seine Freilassung. Ob der „Islamische Staat“ hinter der Entführung des Geistlichen Tom Uzhunnalil stecke, sei unterdessen noch immer nicht bestätigt, sagte der Specher des Salesianerordens im indischen Bengaluru, Mathew Valarkot, laut der Zeitung „Indian Express“ (Onlineausgabe Sonntag).

In der Karwoche hatte unter anderen die christliche Organisation Christian Solidarity International (CSI) berichtet, dass ihr Inofrmationen vorliegen, wonach der am Priester Karfreitag ans Kreuz geschlagen werden soll.

religion.ORF.at/KAP